Teutonia Netzschkau-SG Unterlosa 1:3

 

Bei Unterlosa fehlte in der Abwehr Dima Obrizkiv wegen Krankheit und im Sturm Sven Geigenmüller verletzt. Trotzdem sollte es eine klare Angelegenheit sein, wenn der Tabellenerste auf den Letzten trifft. Aber nicht umsonst hatte Trainer Ronny Diersch vor dem Spiel gewarnt, dass dies kein Selbstläufer wird. Der Nebenplatz in Netzschkau, bereits vom Nachwuchs und den Reserveteams umgepflügt, lies eigentlich kein Spiel zu, dass den Ansprüchen der Vogtlandklasse gerecht wurde. Die SGU begann wie die Feuerwehr. Nach 2 Minuten behinderten sich Christopher Daske und Robin Pinkes auf dem Weg zum Tor. Kurz danach konnte Torhüter Sebastian Illmann einen Knaller von Falk Schindler entschärfen. Bereits jetzt zeigte sich, dass sich die Teutonen auf das Verteidigen konzentrierten und bei langen Bällen auf das Können von Jens Antelmann vertrauten. Dieser war aber bei der Innenverteidigung um Toni Heinz und Michael Becker in guten Händen. Und bei hohen Bällen war Kopfballspezialist Patrick Kölbel zur Stelle. In der 9. Minute gab es einen Freistoß für die Gastgeber auf der rechten Seite, nach einem Handspiel. Den Schubser des Gegenspielers, der dazu führte, ahndete Schiri Rüggeberg nicht. Ein Abwehrspieler der SGU schlug im Matsch über den Ball und Mario Rank drückte den Ball zur überraschenden Führung über die Linie. Das spielte Netzschkau natürlich in die Karten. Die SGU rannte weiter an. Zwingende Chancen lies die vielbeinige Abwehr oder der schlechte Platz nicht zu. Über eine halbe Stunde dauerte es, bis sich Alexander Kuhn über rechts überragend behaupten konnte und nach innen zu Bastian Stamer passte. Dieser konnte nur durch ein Foul gestoppt werden und den fälligen Strafstoß verwandelte Falk Schindler sicher. Auch am zweiten Treffer vier Minuten später, war Bastian Stamer entscheidend beteiligt. Ein gewonnener Zweikampf vor dem Strafraum der Gastgeber und ein Pass zu Robin Pinkes leiteten den Torerfolg ein. Letzterer erzielte die Führung mit einem schönen Schlenzer ins lange Eck. Ein klares Foul an Schindler im Strafraum kurz danach wertete der Unparteiische als normalen Zweikampf und lies weiter spielen. Kurz danach war Halbzeit und das Spiel gedreht. Die zweite Hälfte wurde leider nicht besser. Zwar versuchten die Außenverteidiger Kevin Krüger und Sascha Kuhn mehr Druck nach vorne zu machen aber eigentlich konnte man nur mit weiten Bällen agieren. Torchancen blieben Mangelware. In der 73. Minute wurde Falk Schindler rüde gefoult. Den Freistoß aus ca. 25 Metern verwandelte er dann selbst zum 3:1. In der letzten Viertelstunde wurde es dann noch einmal hektisch. Die SGU wollte einen Freistoß am eigenen Strafraum ausführen. Ein Gegenspieler spritzte dazwischen und erzielte ein Tor, das vom Schiri gegeben wurde. Nach heftigen Protesten und Rücksprache mit dem Linienrichter nahm er das Tor zurück, da der Freistoß noch nicht ausgeführt war. Kurios! Torhüter Erik Geigenmüller, der über weite Strecken beschäftigungslos war, hielt dann noch einen Strafstoß. Voraus gegangen war inkonsequentes Abwehrverhalten auf Seiten der SGU. Letztendlich verdiente 3 Punkte unter dem Motto „Arbeitssieg“.

Unsere zweite Mannschaft, personell auch nicht auf Rosen gebettet, holte beim Tabellenführer mit dem 1:1 einen respektablen Punkt. Torschütze war Timur Geffner per Kopf. RM

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.